Wiener Börse (Nachmittag) - Bankenwerte drücken ATX nach unten / Auch Ölaktien klar schwächer - Strabag-Aktien trotz Großauftrag im Minus

Friday, 22. January 2021 14:23

Die Wiener Börse hat sich am Freitagnachmittag weiterhin mit klaren Abschlägen gezeigt. Der heimische Leitindex ATX verlor bis 14.00 Uhr 1,22 Prozent auf 2.987,24 Einheiten, der breiter gefasste ATX Prime gab um 1,18 Prozent auf 1.519,35 Zähler nach. Vor allem die im ATX stark gewichteten und stark schwächelnden Banken belasteten das Aktienbarometer. Die Branche war europaweit unter Druck.

Raiffeisen Bank International rutschten um bisher 3,15 Prozent ab, bei BAWAG fiel ein Minus von 2,92 Prozent an und Erste Group fielen um 1,55 Prozent. Aber auch Ölwerte notierten deutlich tiefer. Schoeller-Bleckmann büßten 3,36 Prozent ein, OMV verbilligten sich um 1,73 Prozent

Schlusslicht im prime market waren die Papiere von Do&Co, die um 3,51 Prozent auf knapp über 60 Euro nachgaben. Der Airline-Caterer hatte am Vortag bekannt gegeben, eine Wandelanleihe zu begeben. Die Anleihe im Gesamtnennbetrag von 100 Mio. Euro ist mit einem jährlichen Kupon von 1,75 Prozent ausgestattet. Die Wandlungsprämie für das 5-jährige Papier wurde mit 32,5 Prozent über dem Referenzkurs festgelegt, der dem Durchschnittskurs (VWAP) der Stammaktien am 21. Jänner entsprach.

Aus dem Handel gegangen waren die Aktien am Donnerstag mit 62,70 Euro, der anfängliche Wandlungspreis beträgt demgemäß 80,6301 Euro. Verwendet werden soll der Nettoerlös zur organischen und nicht-organischen Weiterentwicklung des Unternehmens und zur Aufrechterhaltung der Liquidität der Gruppe verwendet werden, hieß es.

Neuigkeiten gab es auch von der Strabag. Der Baukonzern hat in Deutschland einen Großauftrag für den Ausbau der "A 1" in Niedersachsen an Land gezogen. Das Auftragsvolumen liegt bei 600 Mio. Euro Auftragsvolumen, Baustart ist am 1. Februar. Die Aktien verbuchten trotzdem einen Abschlag von 1,19 Prozent. Auch Branchenkollege Porr lag mit 1,51 Prozent im Minus.

Auffälligere Bewegungen vollzogen auch Semperit (minus 3,42 Prozent) und auf der anderen Seite des Kurszettels FACC. Die Papiere des Flugzeugausrüsters machten einen Kurssprung von 10,67 Prozent. Polytec befestigten sich um 3,31 Prozent.

kat/sto

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APA/kat/sto
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