Wiener Börse (Nachmittag) - ATX legt in ruhigem Handel 0,9 Prozent zu / voestalpine nach Kurszielerhöhung gesucht - Kapsch TrafficCom, Banken fest - Aktien mit Luftfahrtbezug schwach

Monday, 18. January 2021 14:43

Die Wiener Börse hat sich am Montagnachmittag weiter ins Plus vorgearbeitet. Der heimische Leitindex ATX stieg bis 14.30 Uhr um 0,93 Prozent auf 2.975,26 Punkte. Der Handel verlief weiter ruhig. Wichtige Unternehmensnachrichten lagen nicht vor und auch das europäische Börsenumfeld lieferte keine klaren Impulse.

Auch andere Börsen bewegten sich im Verlauf nur wenig. Marktbewegende Wirtschaftsdaten stehen nicht an, zudem dürften viele Anleger angesichts neuer Lockdown-Verschärfungen und befürchteter Unruhen vor der Angelobung des künftigen US-Präsidenten Joe Biden vorerst abwarten. Schließlich sollte sich der US-Feiertag Martin Luther King Day auch in Europa in niedrigeren Börsenumsätzen niederschlagen.

Die größten Gewinner im prime market waren am Nachmittag Kapsch TrafficCom mit einem Plus von 3,96 Prozent. Bei hohem Volumen gesucht waren auch voestalpine und legten 3,17 Prozent auf 31,57 Euro zu. Die Analysten der Deutschen Bank haben ihr Kursziel für die Aktie in einem Update zum Stahlsektor von 27 auf 31 Euro erhöht. Die Empfehlung lautet weiter auf "Hold". Gut gesucht waren auch die Bankwerte Erste Group (plus 1,80 Prozent) und RBI (plus 1,28 Prozent) sowie die Aktien der Post (plus 1,32 Prozent).

Eine neues Kursziel gab es am Montag auch für die Aktien der Warimpex. Die Analysten der Erste Group haben ihr Kursziel von 1,75 Euro auf 1,60 Euro gesenkt, empfehlen die Papiere aber weiter mit "buy" zum Kauf. An der Börse stiegen Warimpex am Nachmittag um 0,89 Prozent auf 1,13 Euro.

Größere Verluste gab es nach schlechten Nachrichten vom Frankfurter Flughafen für Aktien mit einem Bezug zur Luftfahrtbranche. Aktien des Fluglinien-Caterers Do&Co büßten 2,99 Prozent ein und waren damit die größten Verlierer im prime market. Größere Abgaben gab es auch in Flughafen Wien (minus 2,61 Prozent) und den Aktien des Flugzeugausrüsters FACC (minus 2,08 Prozent).

Der Frankfurter Flughafen hatte in der Früh einen drastischen Einbruch der Passagierzahlen gemeldet. Das Passagieraufkommen der Airports lag 2020 mit knapp 18,8 Millionen Fluggästen 73,4 Prozent niedriger als im Rekordjahr 2019 und ist damit auf das Niveau von 1984 zurückgefallen.

Sehr schwach zeigten sich auch UBM mit einem Minus von 2,93 Prozent. Unter den weiteren Verlierern fanden sich Porr mit einem Minus von 1,39 Prozent. Der Baukonzern hat sich laut einer Mitteilung von Montag eine strategische Beteiligung am Lerntechnologie-Start-up QuickSpeech gesichert.

US-Wirtschaftsdaten stehen am Nachmittag feiertagsbedingt nicht an. Impulse erwarten Analysten erst von der im Wochenverlauf anstehenden Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB).

mik/ste

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