Wiener Börse (Eröffnung) - ATX steigt über 3.000-Punkte-Marke / Erstmals seit Februar - Leitindex am Vormittag 0,45 Prozent im Plus - Do&Co und Lenzing größte Gewinner - SBO nach Zahlen schwach

Tuesday, 19. January 2021 10:03

Die Wiener Börse hat am Dienstag im Frühhandel Kursgewinne verzeichnet. Der heimische Leitindex ATX legte in einem freundlichen europäischen Börsenumfeld zuletzt um 0,45 Prozent auf 3.003,45 Punkte zu. Er stieg damit erstmals seit Ende Februar des vergangenen Jahres wieder über die Marke von 3.000 Punkten.

Im Zuge der Coronakrise war das wichtigste heimische Börsenbarometer massiv unter Druck geraten und hatte am 18. März 2020 bei 1.622,95 Punkten sein Jahrestief erreicht. Das Jahreshoch 2020 war bereits am ersten Handelstag des Jahres, dem 2. Jänner 2020, mit 3.239,10 Einheiten erreicht worden. Am 25. Februar hatte der ATX zuletzt über der Marke von 3.000 Einheiten tendiert. Bereits am 12. März war er dann auch unter die 2.000-Punkte-Marke gerasselt. Diese konnte er jedoch bereits im April wieder zurückerobern. Für die 3.000-Zähler-Schwelle dauerte es dagegen bis zum heutigen Handelstag.

Bei den Einzelwerten gehörten am Dienstag die bereits in den vergangenen Wochen starken Lenzing-Aktien mit einem Plus von 2,50 Prozent zu den größten ATX-Gewinnern. Der Faserhersteller plant die größte Photovoltaik-Freiflächenanlage Oberösterreichs. Deutlich fester tendierten daneben auch die Do&Co-Titel mit einem Kurszuwachs von 2,77 Prozent. Weiters notierten die Papiere der Versicherer Vienna Insurance Group (plus 1,15 Prozent) und UNIQA (plus 1,03 Prozent) im Spitzenfeld.

Die Aktien des Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann gaben nach vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2020 dagegen um 1,04 Prozent nach und gehörten damit zu den größten Verlierern im ATX. Der Umsatz des Unternehmens ist um ein Drittel auf 291 Mio. Euro eingebrochen, das Ergebnis vor Steuern drehte von 47,9 Mio. Euro im Vorjahr auf nun 31 Mio. Euro in die Verlustzone.

Der Datenkalender ist am heutigen Handelstag insgesamt eher spärlich gefüllt. Veröffentlicht werden später am Vormittag nur mehr die Zahlen des deutschen Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zur aktuellen Lage und zu den Konjunkturerwartungen. In den USA steht neben weitere Geschäftszahlen aus dem Bankensektor eine Rede der designierten US-Finanzministerin und ehemaligen US-Notenbankchefin Janet Yellen zur Konjunktur- und Währungspolitik auf der Agenda. Der neue US-Präsident Joe Biden wird sein Amt am morgigen Mittwoch übernehmen.

dkm/ger

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