Wiener Börse (Nachmittag) - ATX gewinnt 1,60 Prozent / voestalpine und Lenzing nach Zahlen stark gesucht - ADP-Daten wirken sich in Wien nicht merklich aus

Wednesday, 05. August 2020 15:10

Die Wiener Börse hat am Mittwochnachmittag zugelegt. Der ATX stieg bis gegen 15 Uhr um 1,60 Prozent auf 2.228,28 Punkte. Die am Nachmittag gemeldeten US-Arbeitsmarktdaten wirkten sich in Wien nicht merklich im Handel aus. Im Fokus stand weiter die laufende Berichtssaison. Ergebnisse gab es am Mittwoch von voestalpine und Lenzing.

Gut gesucht waren nach Vorlage der Zahlen die voestalpine-Aktien und stiegen um 4,13 Prozent auf 20,15 Euro. Die weltweite Rezession infolge der Coronavirus-Pandemie schlägt sich auch deutlich auf die Geschäfte des Stahlherstellers voestalpine nieder. Im ersten Quartal 2020/21 hat der Konzern einen Verlust nach Steuern in Höhe von 70 Mio. Euro erlitten. Der Konzern will nun hunderte Jobs an den beiden steirischen Produktionsstandorten Kindberg und Kapfenberg einsparen.

Auch Lenzing hat die Krise gespürt. Der Faserhersteller meldete für das erste Halbjahr einen Verlust von 14,4 Mio. Euro. Das Ergebnis war damit aber besser als befürchtet ausgefallen, schreiben die Analysten der Baader in einer ersten Reaktion. An der Börse stiegen Lenzing bis zu Mittag um 4,42 Prozent auf 42,55 Euro.

Bei hohem Volumen gesucht waren auch weiter OMV-Aktien und gewannen 4,38 Prozent auf 30,00 Euro. Die größten Gewinner im prime market waren AT&S mit einem Plus von 7,63 Prozent. Die größten Verlierer waren Marinomed mit einem Minus von 3,40 Prozent.

Andritz notierten nach einer Analystenempfehlung 0,69 Prozent im Plus bei 29,28 Euro. Die Analysten der Erste Group haben ihr Kursziel für die Aktie zwar auf 35,2 Euro gesenkt, liegen damit aber immer noch deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Ihre Empfehlung "accumulate" haben die Analysten zudem bestätigt.

Neben der Berichtssaison bleiben auch die Spannungen zwischen China und den USA sowie die Furcht vor einer erneuten Corona-Welle die bestimmenden Themen. Der an den Börsen mit Spannung erwarteten ADP-Beschäftigungsdaten zeigen zudem eine Verschlechterung am US-Arbeitsmarkt.

Die US-Firmen haben den Zahlen des privaten Arbeitsvermittlers zufolge im Juli weit weniger Jobs geschaffen als erwartet. Unter dem Strich wurden nur 167.000 Jobs aufgebaut. Die ADP-Daten gelten als guter Vordindikator für die offiziellen Zahlen der US-Regierung.

mik/dkm

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